Justitias Welt
   Zeitschrift für ausländisches, europäisches und internationales Recht

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Alla Röhricht

Europarecht - Handbuch für die deutsche Rechtspraxis

Hrsg. Schulze / Zuleeg

Im Verlag Nomos erschien 2006 die erste Auflage von „Europarecht - Handbuch für die deutsche Rechtspraxis“. Die Herausgeber des ausführlichen Werks sind Reiner Schulze von der Universität Münster und Manfred Zuleeg. Das Autorenkollektiv besteht aus 48 Spezialisten, unter anderen Roland Bieber, Ludwig Krämer, Ansgar Staudinger, Rudolf Streinz und Gerd Winter.

Das Ziel des Buches ist, der Praxis im Europarecht eine Orientierungshilfe zu bieten. Die Herausgeber weisen schon im Vorwort darauf hin, dass der zunehmende Einfluss des europäischen Rechts die juristische Praxis vor neue Probleme und Herausforderungen stellt und das auch erfahrene Juristen häufig mit dem Inhalt europäischer Akte und Rechtsprechung wenig vertraut sind. Das Buch ist aber genauso gut für Studenten geeignet, die deutlich erhöhtes Interesse am Gebiet Europarecht haben und es abseits der Standardpfade der klassischen Lehrbücher kennenlernen wollen. Das Werk komplett durchzuarbeiten würde allerdings eine Menge Zeit voraussetzen, denn es hat ohne Stichwortverzeichnis 1948 Seiten. Es ist aber genauso gut möglich, auf das komplette Durcharbeiten zu verzichten und sich nur Bereiche anzuschauen, die einen interessieren oder vielleicht für eine Seminararbeit oder Hausarbeit relevant sind.

Das Buch hat zwei Teile: Der Allgemeine Teil beschäftigt sich mit Institutionen, Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtschutzmöglichkeiten in der EU, es werden Grundsätze wie Unionstreue, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie behandelt, es wird ausführlich auf Unionsbürgerschaft, Grundfreiheiten, Kollisionsrecht, Haftung und Durchsetzung des Europarechts eingegangen, ebenso werden die Themen Rechtsangleichung im Binnenmarkt, Auslegung und Rechtsfortbildung behandelt; der Besondere Teil behandelt einzelne Rechtsbereiche des Europarechts, u.a. Klassiker wie Kartellrecht, Handelsrecht, Beihilfenrecht, aber auch exotischere Gebiete – jedenfalls für den Studenten –wie das Recht des geistigen Eigentums, Lebensmittel-und Arzneimittelrecht, Umweltrecht, Energierecht etc. Von Kathrin Lauchstädt (Universität Münster) hervorragend beschrieben ist das europäische Strafrecht. Für den Praktiker aus der Wirtschaft sind solche Rechtsgebiete wie öffentliches Auftragsrecht, Verbraucherrecht oder Finanzdienstleistungsrecht besonders spannend. Viele Anwälte werden sich sicherlich an der systematischen Darstellung des Einwanderungs- und Asylrechts erfreuen können.

Insgesamt kann man sagen, das für jeden Studenten des Schwerpunktbereichs/Wahlfachs – wenn man ausschließlich von den Prüfungsanforderungen ausgeht – eine Auseinandersetzung mit dem Allgemeinen Teil zu empfehlen ist. Der Besondere Teil beinhaltet zwar eine Menge an spannenden Informationen, ist aber aufgrund des Umfangs nur für sehr Fortgeschrittene zu empfehlen. Für den Pflichtfachstudenten ist es wohl ausreichend, sich mit der ausführlichen Einleitung, den Rechtschutzmöglichkeiten und den Grundfreiheiten auseinander zu setzen. Die Darstellung der Grundfreiheiten von Eckhardt Pache ist aufgrund der extrem guten Übersichtlichkeit, des klaren Schreibstils und der genau richtigen Informationsdosierung jedem zu empfehlen.

Der große Vorteil dieses Handbuches besteht darin, dass jedes Rechtsgebiet im Besonderen Teil auch sehr übersichtlich aufbereitet wird. Am Anfang erfolgt die Darstellung der Gesetzgebung, aufgeteilt in Primär- und Sekundärrecht. Danach erfolgt die Darstellung der Grundlagen und erst danach werden spezifische Probleme behandelt. Man kann also mit Hilfe dieses Handbuchs bestens einen Einstieg auch in ein vollkommen unbekanntes Rechtsgebiet finden. Auch jeder Abschnitt des Allgemeinen Teils wird systematisch aufbereitet. Es werden grundsätzlich nur relevante Fakten vermittelt, manchmal findet sinnvolle Kritik statt oder es wird Perspektivenbewertung vorgenommen, das Ganze wirkt aber nie überladen von persönlichem Ehrgeiz oder zu ausgiebigen theoretischen Überlegungen, wie man es aus manchen Lehrbüchern für Europarecht kennt.

An dem Buch können viele Leserkategorien ihre Freude haben: Praktiker, die schnelle Informationen suchen; Studenten, die alles über ihr Lieblingsfach wissen wollen und sogar Studenten, deren Gehirn sich vorher geweigert hat Europarecht zu begreifen, da es nicht ins Standardschema gepresst und auswendig gelernt werden kann.

Es ist mit Hilfe dieses Handbuchs wirklich sehr gut möglich, sowohl einen guten Überblick über das Fach Europarecht zu bekommen als auch sich sehr gründliche Kenntnisse – auch nur zu einzelnen Bereichen – anzueignen, das Buch wird verschiedenen Zielen absolut gerecht. Mehr als das, es ermöglicht, dass die Zuneigung zu dem Fach Europarecht auch in einem „Europarechtshasser“ erblüht.



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